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... auf die Anfänge unserer Bruderschaft.
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Gründung 1955, erstes Schützenfest 1956 und Beginn der Freundschaften zu Tiroler Schützenkompanien im Jahr 1957

Am 13. März 1955 trafen sich die Offiziere, Unteroffiziere und Vorstandsmitglieder der 2. Kompanie des Schützenvereins Rentfort im Kompanielokal Lambert Schwarte an der Kampstraße zu einer Kompanievorstandsitzung. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, einen eigenen Verein zu gründen.

In dieser Zeit, kurz nach dem 2. Weltkrieg, wurde nichts sehnlicher gewünscht, als Freiheit und internationale Verständigung. Dies drückte sich dann auch in der Namenswahl für den neuen Verein aus. Als ein großes Symbol für Freiheitsliebe, aber auch für die enge  Verbundenheit mit seinem Vaterland, steht der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der zum Namensgeber des neuen Vereins wurde. Auch aus dieser Zeit begründet ist eine weitere Tugend, die der neue Verein fördern sollte: Das gegenseitige Einstehen füreinander. Dies kommt im Wort „Bruder“ im Namen zum Ausdruck. Wie sich zeigt eine gute Namenswahl, denn die Ziele und Tugenden sind auch in der heutigen Zeit immer noch aktuell!

Die Gründungsmitglieder waren Hermann Alfs, Werner Bast, Wilhelm Beckfeld, Heinrich Dörnemann, Alfred Kielholz, Franz Klesper, Willi Kollmann, Johannes Maehsen, Bernhard Rheinberg, Wilhelm Rheinberg sen., Lambert Schwarte und Ewald Sump. Von den Gründungsmitgliedern lebt nur noch Alfred Kielholz. Er ist heute noch aktives Mitglied in unserer Bruderschaft.

Die erste außerordentliche Mitgliederversammlung der Schützenbruderschaft „Andreas Hofer“ Gladbeck fand am 20. März 1955 im Lokal Lambert Schwarte statt. Insgesamt 63 Schützenbrüder der 2. Kompanie erklärten sich mit dem Beschluss vom 13. März einverstanden und traten der neu gegründeten Schützenbruderschaft bei. Einstimmig wurde die von den Gründern verfasste Satzung genehmigt. Den ersten gewählten Vorstand bildeten Heinrich Dörnemann (1. Vorsitzender), Wilhelm Rheinberg sen. (2. Vorsitzender) und Franz Klesper (1. Kassierer).

Die offizielle Gründungsfeier fand am 24. April 1955 statt. Im Rahmen dieser Gründungsfeier wurde auch die neue Vereinsfahne geweiht. Die Herstellung dieser ersten Fahne ist eng mit dem Namen Hans Unnebrink verbunden, der maßgeblich in Heimarbeit die Fahne gestickt hat. Die Fahnenweihe wurde durch Pfarrer Speichert durchgeführt. Zur Gründungsfeier war die Zahl der Mitglieder der noch jungen Bruderschaft bereits auf 150 angewachsen.

Das 1. Zeltfest wurde in Verbindung mit dem zehnjährigen Stiftungsfest des Fußballvereins BV Rentfort durchgeführt, der am 26. und 27. Mai feierte, während am 28. Mai unsere Schützenbrüder ihren Festtag hatten (es waren halt noch Zeiten, wo Sparen oberstes Gebot war). Das erste Königsschießen fand am 28. Mai 1956 auf dem Gelände der Bergwerksgesellschaft Hibernia an der Ecke Johow-/Kampstraße (heute: Eikampstraße) statt. Protektor des Festes war Herr Karl Schneider, Bergwerksdirektor der Möllerschächte. Mit dem Fest gab es auch eine Neuerung, die bis dato in Gladbeck nicht vorhanden war: Jedes männliche Mitglied ab dem vollendetem 21. Lebensjahr hatte das Recht, am Königsschießen teilzunehmen. Jüngere Mitglieder konnten mit Abschießen der Krone die Kronprinzenwürde erreichen. Mit dem Ehrenschuss konnte am 28. Mai 1956 die am Vogel befestigte Sektflasche unbeschädigt von Pfarrer Helmus herunter geschossen werden. Das anschließende Kronprinzenschießen gewann Günter Gedamski, 1. Kronprinzessin wurde Agnes Dörnemann. Mit dem 87. Schuss gewann Erich Lausberg das Königsschießen und damit die erste Königswürde unserer Bruderschaft. Zu seiner Königin erwählte er sich Marianne Alfs. Am gleichen Nachmittag fand ab 15:30 Uhr der Festzug mit dem ersten Königs- und Kronprinzenpaar durch die Ortsteile Rentfort und Ellinghorst und der Parade an der Maria-Theresien-Straße statt.

Auch sportlich begann unsere Bruderschaft aktiv zu werden. Zur Förderung des Schießsportes hatte der Protektor des Schützenfestes, Herr Karl Schneider, unserer Bruderschaft ein Luftgewehr gespendet.

Im Jahr 1957 begann die internationale Freundschaft mit Tiroler Schützenkompanien. Der Tiroler Landesschützenbund hatte eine Einladung an den Westfälisch-Lippischen Schützenbund ausgesprochen. Grund war ein Gedächtnisschießen in Innsbruck. Aus unserer Bruderschaft hatten sich spontan zehn Mitglieder in die ca. 450 Schützen aus Westfalen-Lippe eingereiht. Unsere kleine Abordnung erregte ob ihres Namens sofort das Interesse der dortigen Presse. Es war nur immer von den "Andreas-Hofer-Schützen" aus Gladbeck die Rede! In Innsbruck nahm unsere  Abordnung mit der Vereinsfahne am großen Schützenumzug teil.

Einige Tage später folgte unsere Abordnung einer Einladung der Schützenkompanie Mayrhofen/Tirol anlässlich deren Hundertjahrfeier. Unsere Vereinsfahne war die einzige Fahne aus der noch jungen Bundesrepublik, die an dieser Feier teilnahm! Dieses Ereignis markiert den Beginn der festen Bande zwischen den Gladbecker Schützenbrüdern und Tiroler Schützen. Es haben seitdem zahlreiche gegenseitige Besuche stattgefunden und es wird mit Sicherheit auch in Zukunft so sein.


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